Google wird sich schnell was Neues einfallen lassen müssen, denn die enorme Gewichtung von Inbound-Links als Messgrösse für die Relevanz und Bedeutung von Webseiten führt zunehmend zu unerträglichen Verzerrungen. Es ist wie im reale existierenden Kapitalismus: Die Reichen werden immer reicher, die Armen haben kaum noch eine Chance, egal wieviel sie leisten. In SEO-Sprache: Wer schon gute Pageranks und Ergebnisplatzierungen hat, kann das problemlos weiter ausbauen undsich dabei auch noch bequem zurücklehnen. Wer neu anfängt und kein großes Marketing-Budget hat, kriegt keinen Fuß auf den Boden.
Das Phänomen der nicht-Verlinkung
Wie ich zu diesem Schluß komme? Immer mehr große Websites hören auf, Links auf andere Websites zu setzen. Immer häufiger werden andere Websites im Text oder in Ergänzungskästen zwar genannt, aber nicht verlinkt:
„ceterumcenseo.net“ statt „ceterumcenseo.net„.
Besonders drastisch erlebe ich das im Moment mit einer brandneuen Website (www.save-the-delta-queen.org) – eine schnell wachsende Site zu einem topaktuellen Thema und auch mit viel Presse-Echo. Auf zahlreichen Tageszeitungs- und Fernsehsender-Websites in den USA wird über das Thema berichtet, nur Inbound-Links hat die Site nahezu keine. Grund: In fast allen Berichten auf anderen Websites wird www.save-the-delta-queen.org zwar erwähnt, aber eben nur als Text und nicht in Form eines Links.
Das ist fatal! Wie soll eine neue Website da jemals eine Chance bekommen? Erst recht eine Site mit brandaktuellem Thema? Und es ist auch für Google fatal! Denn wie soll die Suchmaschine zukünftig relevante Suchergebnisse ausspucken, wenn sie von solchen neuen Websites mangels Verlinkung nicht viel mitbekommt?
Was steckt dahinter? Bei vielen vermutlich nur die unsinnige Angst, Besucher an andere Sites zu verlieren, wenn man ihnen per Link die Möglichkeit dazu gibt. Obwohl, vielleicht ist die Angst auch berechtigt – wenn der eigene Content so schlecht ist, dass der User froh ist, etwas Anderes oder Besseres zu finden. Bei Vielen geht es aber auch um das bewußte Ausschließen möglicher Konkurrenz, das Kleinhalten von Mitbewerb.
Und da sind wir wieder beim Punkt: Die Großen und Reichen ruhen sich auf ihren Lorbeeren aus und Google merkt’s nicht, weil die Großen und Reichen keinen Zugang – sprich: Links – zu den vielleicht sehr guten Neuen ermöglichen.
Google, da ist was faul! Da besteht Handlungsbedarf weit über ein wenig Algorithmus-Schrauben hinaus!
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