• Datum: 19. Januar 2008
  • Kategorie: seo-news

Intelligente Error-404-Seite

Nur im weitesten Sinne SEO, aber doch extrem nützlich für den User: Intelligente 404-Error-Pages. Wie oft sind Sie schon auf toten Links gelandet, die von der Beschreibung her exakt das gewesen wären, was Sie zuvor vergeblich gesucht hatten. Und dann kommt nur ein lästiger Error 404. Obwohl Sie sich sicher sind, dass die gesucht Information irgendwo auf dem Server noch vorhanden ist.

Wirklich klasse wäre doch, wenn der Webserver eine etwas intelligentere Antwort  zurück geben würde als nur: Ätsch, 404, Seite gibt’s nicht. Und dann womöglich noch so hilfreiche Kommentare wie „die Seite wurde möglicherweise verschoben“ (ach was …), oder ein Link auf die Sitemap (bei Mega-Websites wie Microsoft.com besonders hilfreich …).

Okay, die Lösung lautet: Intelligente 404-Errors. Für WordPress gibt’s dafür das Ask Apache Google 404 WordPress Plugin. Es ermittelt aus der fehlerhaften URL Keywords und schickt die an die Google Sitesearch. Das Ergebnis sind ein paar Suchergebnisse vom eigenen Webserver, die thematisch auf das passen könnten, was der User gesucht hat. Nicht perfekt, aber zumindest nach meinen Tests doch ziemlich gut. Jedenfalls dramatisch besser als „404 Page not found“.

Probieren Sie’s doch einfach mal aus, geben Sie http://ceterumcenseo.net/supplemental.html ein. Es gibt bei mir zwar einen Blog-Beitrag zu Googles Supplemental Index, aber eben nicht unter dieser URL. Das Plug-in liefert die richtige Seite trotzdem zuverlässig. Das ist benutzerfreundlich – auch wenn’s keinen  direkten positiven Einfluß auf den Google Page Rank hat ;-)

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  • Datum: 8. Januar 2008
  • Kategorie: seo-news

Texte in Bildern automatisch erkennen

Google scheint auf dem besten Weg zu sein, beim Crawlen von Websites bald auch Texte zu indizieren, die ein einem Bild stehen. Das berichtet Bill Slawski (SEO by the Sea) in seinem Blog-Beitrag „Google on Reading Text in Images from Street Views, Store Shelves, and Museum Interiors„.

Offenbar hat Google einige Patente angemeldet, die beschreiben, wie beim Crawlen von Bildern Informationen ausgelesen werden – beispielsweise den Namen einer Straße aus einem Bild, das unter anderen ein solches Straßenschild abbildet. Im Vergleich dazu ist dann eine einfache Übung, beispielsweise auch die Text-Inhalte eine grafischen Navigationslösung zu erkennen.

Für unverbesserliche Grafik-Button-Fans gibt es also Hoffnung, dass Google in Zukunft auch den Linktext von Links erkennt, die eigentlich gar keinen Text sondern nur Bilder enthalten.

Gefährlich wird es dagegen für SEO-Hazardeure, die gerne mal Spam in Bildern verstecken und in das Alt-Attribut und im für Google sichtbaren Text-Teil der Website ganz harmlose Inhalte platzieren.  Auch bei schlampig und ungenau formulierten Alt-Attributen kann es eng werden.

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  • Datum: 21. Dezember 2007
  • Kategorie: seo-news

Schluß mit Supplemental Index bei Google

Google hat den so genannten Supplemental Index offiziell beerdigt. Wie Yonatan Zunger im Webmaster Central Blog schreibt, habe man eingesehen, dass die Datenhaltung in zwei verschiedenen Indizes keine sehr gelungene Lösung war. Jetzt finde jede Google-Suche im kompletten Index statt – nicht wie bisher nur in einem Hauptindex und lediglich dann auch im Supplemental Index, wenn der Haupt-Index zu wenig oder nichts hergab.

Das sind gute Nachrichten vor allem auch für kleinere, weniger frequentierte Websites mit gutem Content zu Spezialthemen, die bisher relativ wahrscheinlich im Zweitindex landeten und dadurch deutlich weniger Chancen hatten gefunden zu werden, obwohl sie häufig den besseren, spezifischeren Content bieten können als große, stark frequentierte Websites und Portale.

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  • Datum: 4. Dezember 2007
  • Kategorie: seo-news

Paid Links, eine Geschichte der Missverständnisse

Google’s Matt Cutts fühlt sich offenbar selbst nach monatelangem Predigen immer noch missverstanden beim Thema Paid Links, zu deutsch: Gekaufte Links, bezahlte Textlinks, Text-Anzeigen. Schon 2005 („Text Links and PageRank„) machte er klar, dass die Suchalgorithmen bezahlte Links entdecken können und Google bezahlte Links nicht gut findet. Trotzdem kocht das Thema immer wieder hoch, wie jetzt wieder in einem Blog-Beitrag („Selling Links that pass PageRank„) bei Matt Cutts, in dem er Beispiele für problematische Kauf-Links präsentiert.

Selbst Randy Fishkin (SEOmoz) meldet sich heute wieder zu diesem Thema zu Wort („A Solution to the Paid Link Debate – Sponsored Editorials„) mit einem etwas windig klingenden Vorschlag, das Problem zu lösen.

Welches Problem eigentlich?

Bezahlte Links sind keine wirkliche Qualitätsempfehlung für eine andere Seiten. Die Links existieren nur, weil jemand dafür bezahlt. Warum sollte Google diese Links also berücksichtigen bei der Bewertung der Qualität einer Website? Googles Bewertung basiert stark darauf, wie viele (thematisch passende) Links auf eine Seite zeigen. Spam und andere Tricks verwässern diese Bewertung, also werden sie als negativ betrachtet.

Was offenbar gerne missverstanden wird: Google schreibt mit dieser Regel niemandem vor, dass er keine Links kaufen oder verkaufen darf. Google sagt lediglich, dass keine gekauften Links akzeptiert werden, die sich auf die Bewertung, auf den PageRank einer Website auswirken. Es gibt also ein ganz einfaches Gegenmittel: Gekaufte Links Google-konform als solche kennzeichnen, nämlich mit dem Attribute „rel=“nofollow“ oder einen internen Redirect über eine URL, die in der robots.txt vom Crawlen ausgeschlossen ist.

Dumm ist das nur für all diejenigen, die Paid-Link-Tricks für SEO benutzen. Beispiel: Blogger dafür bezahlen, dass sie thematisch passende Blog-Beiträge schreiben und dann – ganz zufällig – auf die Website des Auftraggebers linken, funktioniert damit nur als Traffic-Bringer, aber nicht mehr als Suchmaschinen-Optimierungs-Methode. Und wer das „nofollow“ vergisst, riskiert wegen Spam abgestraft zu werden. Zu Recht, wie ich finde.

Und ganz dumm ist es für einen ganzen Industrie-Zweig, der sich darauf spezialisiert hat, anderen Leuten hohe PageRanks für deren Webseiten zu versprechen, indem sie PageRank-Transfers via bezahlter Links vornehmen. Wer sich auf solche Spielchen jetzt immer noch einlässt, ist selbst Schuld.

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