• Datum: 25. März 2008
  • Kategorie: seo-news

GDR – Google Democratic Republic

Der Kinofilm „Das Leben der Anderen“ hat Jay Weintraub zu einem lesenswerten Blog-Beitrag über die Macht von Google inspiriert. Er schildert ein äußerst unangenehmes Problem mit Google Adwords, das in seinen Augen durchaus zu einem User-Verhalten wie in den guten alten DDR-Zeiten führen könnte, einem Doppelleben mit täuschen und tarnen. Kurz gefasst geht es darum, dass Google legitimerweise nicht zulässt, dass ein User/Kunde mehr als einen Google-Account unterhält. Um zu kontrollieren, dass diese Regel auch nicht mit Tricks umgangen wird, setzt Google Automatismen ein – beispielsweise wird beobachtet, ob sich jemand von ein indem selben PC in mehrere Google-Accounts einloggt. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn ein Mitarbeiter in einem Unternehmen für die Adwords-Kampagnen verantwortlich ist, gleichzeitig aber auch privat für seine eigene Website einen Google-Account hat. Macht er den Fehler und loggt sich zu Hause unden Unternehmens-Account ein, oder umgekehrt, sitzt er schon ungewollt in einer Falle, die eigentlcih gar nicht für ihn aufgestellt war.

Kritisch wird es in dem Moment, wo Google keinen Kundenservice bietet und noch nicht einmal kommuniziert mit den Leuten, die diesen automatischen Filtern offenbar fälschlicherweise zum Opfer gefallen sind. Selbst bei Kunden, die bei Google Millionen von Dollars Umsatz machen, wird offenbar eine Ausnahme gemacht.

Jay Weintraub’s Beitrag (nur auf Englisch verfügbar) ist unterhaltsam und aufschlußreich zugleich; mein Lese-Tipp für diese Woche :-)

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  • Datum: 25. Februar 2008
  • Kategorie: seo-news

Portal-Optimierung statt SEO?

Über das Ende von Suchmaschinenoptimierung schreibt Chris Copeland bei SearchInsider in „The Last Day of SEO„. Natürlich meint er einen Wandel, kein Aus für SEO. Trotzdem hat mich in seinem Posting eine Aussage alarmiert: Chris weist darauf hin, dass Google, Yahoo & Co zunehmend daran orientieren werden, welche Suchergebnisse die User zufrieden stellen. Statt also stur Content und Verlinkung zu analysieren, soll stärker berücksichtigt werden, auf welche Links die User tatsächlich klicken (und, so hoffe ich, nach welchen die User nich mehr zru Suchmaschine zurückkommen, weil sie gefunden haben, was sie suchten).

Allerdings – und das ist die schlechte Nachricht – wird das dazu führen, dass kleinere Websites und Websites mit Spezialthemen immer weniger Chancen haben werden. Die meisten User dürften sich schon mit relativ oberflächlicher Information zufrieden geben, nur ein kleinerer Teil will Detailinformationen. Was mache ich also beispielsweise mit meiner steamboats.org, wenn die meisten Leute, die nach „steamboats“ suchen, schon mit den kurzen Artikeln bei About.com und Wikipedia zufrieden sind und die Suchmaschinen daher diese großen Portale ganz oben in den Ergebnislisten anzeigen statt wie bisher meine Spezialwebsite?

Portal-Optimierung

Für kleinere, spezialisierte Websites könnte eine solche Entwicklung SEO tatsächlich marginalisieren. Satt dessen kommt dann Portal-Optimierung: Die Website so gestalten, dass die großen Portale sie als Autorität für das jeweilige Spezialthema wahrnehmen und als weiterführende Links in ihren Artikeln anbieten. Dann kommt der Traffic zwar nicht mehr von Google direkt, aber wenigstens gefiltert von den Portalen. Oder jedenfalls der Teil von Usern, die sich für die Details interessieren.
Fragt sich nur, ob die großen Portale so demokratisch mit dem Thema umgehen, wie die Suchmaschinen das bisher tun – oder ob eben nicht die inhaltlich guten Fach-Websites gelistet werden, sondern diejenigen Sites, die für ihre Erwähnung am meisten bezahlen.

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  • Datum: 15. Februar 2008
  • Kategorie: seo-news

Klaut die neue Google-Bar Besucher?

Eine heiße Diskussion ist in diesen Tagen aufgeflammt: „Google hijacking users“ (siehe beispielsweise Duncan Riley, „New Google Toolbar Beta Hijacks 404 Pages?„). Die neue Google Toolbar, derzeit Beta, Version 5 hat ein Feature, dass bei 404-Fehlermeldungen einfach ein paar Alternativ-Seiten vorschlägt, statt die reguläre 404-Fehlerseite des Browsers beziehungsweise die Custom 404 Error Page anzuzeigen. Für alle, die ihre eigene 404-Seite haben, erscheint das wie User-Diebstahl – und ist es auch, so lange die eigene 404-Seite nämlich kleiner als 512 Bytes ist. Nur dann nämlich nimmt die Google Toolbar an, dass es okay ist, dem User Vorschläge zu machen (siehe Matt Cutts „How 404 pages work in Google Toolbar Beta 5„).

Lösegeld an Google: 404-Error-Page größer 512 Byte

Dringender Rat an alle Webmaster, die auf jeden Fall ihre eigene 404-Errorpage durchsetzen wollen, im eigenen Design und möglicherweise mit eigenen Alternativ-Vorschlägen (und dann eben innerhalb der eigenen Website statt womöglich bei der Konkurrenz) : Die 404-Errorpage größer als 512 Byte machen!

Ganz aus der Kritik ist Google aber noch nicht. Wie beispielsweise Soeker.com in dem Beitrag „Update on the Google 404 Page Hijack“ beschreibt, gibt es durchaus Fälle, in denen sich das Problem nicht so elegant mit dem 512-Byte-Trick umgehen lässt.

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  • Datum: 28. Januar 2008
  • Kategorie: seo-news

Open Source SEO Software

Schande über mich – ich kannte osSEO bis heute nicht. Der „Open Source Search Engine Optimizer“ ist bis dato noch nicht sehr populär, kann aber eine Menge. Vor allem liefert die Java-basierte Anwendung etwas, das es sonst nur kostenpflichtig gibt: Statistiken über die Entwicklung Ihrer Sucherergebnis-Rankings Ihrer Website in Hinblick auf frei definierbare Keywords.

Einfach gesagt: Geben Sie osSEO eine Liste von Keywords und die Domain Ihrer Webpräsenz und Sie kriegen eine Auflistung über Ihre Suchmaschinen-Positionierung. Je länger die Anwendung läuft, desto mehr Daten bekommen Sie logischerweise, inklusive übersichtlicher Grafiken und Kurven, wie sich die einzelnen Keywords entwickeln. Und weil osSEO auch mehrere Domains gleichzeitig erfassen kann, lieferte es auf Wunsch auch gleich Infos über Konkurrenz-Websites mit.

osSEO ist eine Java-Applikation und benötigt eine Tomcat-Serverumgebung. Wer sowas nicht auf seinem Webserver zur Verfügung hat, kann das auch recht einfach lokal installieren. osSEO braucht dann aber logischerweise eine ständige Internet-Verbindung, um arbeiten zu können.

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