• Datum: 27. Juni 2008
  • Kategorie: seo-news

Icann beschließt Top-Level-Domain-Revolution

Eine Entscheidung von kaum absehbaren Ausmaßes hat die Icann heute getroffen: Das bisher so starre und restriktive Top-Level-Domain-System (TLD) wir liberalisiert. Neben den klassischen .com, .net, .org und Länderdomains wie .de oder .co.uk wird es demnach wohl bald eine Vielzahl neuer Toplevel-Domains geben. Wie wär’s mit .seo? Oder vielleicht leisten sich große Fernsehsender ihre eigene TLD – sowas wie .bbc? Die Achse des Bösen ließe sich dann unter .terror zusammenführen. Die Ideen werden da sicherlich von sinnvoll bis absolut geschmacklos reichen.

Icann-Präsident Paul Twomey wir zitiert mit den Worten „It’s a massive increase in the ‚real estate‘ of the Internet.“ Klingt erst einmal toll. Aber nach den Regeln von Angebot und Nachfrage bedeutet das womöglich auch ein Entwertung des bisher knappen Gutes „Domain“. Generische .com-Domains sind extrem wertvoll, weil es schlicht kaum noch welche gibt. Kann man in Zukunft ausweichen auf attraktive andere TLDs, könnte sich das ordentlich auf den Wert von Domains auswirken. Zumindest in der Weise, das Marken-Inhalte eine lange Liste zusätzlicher Domains kaufen müssen, um ihre Marke in allen Bereichen zu schützen. Viel Spaß dabei.

Auswirkungen auf Suchmaschinenoptimierung?

Wahrscheinlich hält sich die Auswirkung auf SEO in Grenzen. VIelleicht bekommen Lebensmittel-Websites mit der Toplevel-Domain .food ein halbes Prozent bessere Bewertungen bei Google, aber selbst das ist unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist, dass es auch in Zukunft wichtig sein wird, ein Domain in einem der gängigen und geläufigen Toplevel-Domain-Bereiche wie com, de, org, net zu besitzen. Einfach weil die User nach wie vor erst einal auf Verdacht [domain].com oder [domain].de ausprobieren werden statt zahlreicher neuer, exotischer TLDs die sch dann eh‘ kaum jemand merken kann.

Übrigens: Wirklich relevant wird das erst in rund einem Jahr: Im zweiten Quartal 2009 will die Icann ersten Bewerbungen für neue TLDs annehmen.

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  • Datum: 9. Mai 2008
  • Kategorie: seo-news

Google Custom Search indiziert endlich vollständig

Darauf habe ich schon so lange gewartet, dass sich schon gar nicht mehr daran geglaubt habe: Google hat endlich begriffen, dass eine Custom Search Engine nur etwas bringt, wenn ich damit auch ALLE Inhalte einer Website zuverlässig finden kann. Was bringt mir und den Usern eine Suchfunktion, die vorhandene Inhalte nicht findet, weil der Google-Algorithmus sie nicht für wichtig hält und deshalb nicht in den Index aufnimmt?

Jetzt hat Google das geändert: Alle Seiten, die in einer Google Sitemap gelistet sind, werden auch in den Index aufgenommen und sind so über die Custom Search auffindbar. Wer da jetzt gleich an einen genialen SEO-Trick denkt, um endlich alle seine Seiten in den Google-Index zu bekommen, den muss ich allerdings enttäuschen. Google stellt klar, dass die zusätzlichen Seiten nur in einen speziellen Index aufgenommen werden, der ausschließlich für die Custom Search Engine verwendet wird.

Trotzdem behaupte ich, dass Google da auch Hintergedanken hat: Denn über die Custom Search kann Google wohl auch beobachten, welche (nicht im Hauptindex enthaltenen) Seiten häufig bei welchen Such-Keywords angesurft werden. Ist es da zu weit hergeholt wenn ich annehme, dass Google diese Daten nicht auch zur Verbesserung seines Hauptindexes nutzt?

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  • Datum: 26. April 2008
  • Kategorie: seo-news

Kleine, nette Ideen, die sich einprägen

Fundstück von der Kontakt-Seite der David-Byrne-Website (ex Talking Heads), auf der mehrere verschiedene Kontakt-E-Mail-Adressen angegeben sind:

Please use only ONE of these contacts —
do not send the same enquiry to more than one address,
or risk ripping a hole in the fabric of the space/time continuum,
not to mention reducing the probability of receiving a reply.
Thanks for your understanding!

Wie hilft uns das beim Thema SEO weiter? Nun, der User lacht herzlich und die Website prägt sich im Gedächtnis der Besucher ein. Mission Accomplished :-) Und das mit einer simplen Kontakt-Seite. Wahrscheinlich wollten die Macher der Site nur witzig sein und Aufmerksamkeit für ihr (berechtigtes) Anliegen schaffen. Erreicht haben sie viel mehr als das.

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  • Datum: 21. April 2008
  • Kategorie: seo-news

Alexa wird interessanter

Bisher hat mich Alexa überhaupt nicht interessiert. Was sollten Zahlen, die auf Zugriffszahlen von Leuten basieren, die eine reichlich überflüssige Toolbar installiert haben? Funktioniert nicht am Mac. Läuft nur auf Rechnern von Leuten, die unsinnige Toolbars installieren – das sind nicht vorwiegend die Leute, für die ich mich auf meinen Websites interessiere. Läuft tendenziell nur auf Technik-zugewandten Leuten, ganz sicher aber nicht bei Rentnern, Kindern und eine Vielzahl anderer Zielgruppe, die so in den Alexa-Zahlen massiv unterrepräsentiert sind. Reichlich aussagelose Zahlen also.

Offenbar hat Alexa (gehört übrigens zu Amazon) da jetzt auch gemerkt und angekündigt, für die Ranking-Berechnungen zusätzliche Datenquellen einzusetzen, ohne diese allerdings genauer zu benennen. Aber immerhin scheint Alexa diese Änderung so wichtig zu sein, dass sie auch ältere Datenbestände nach dem neuen Schema nachberechnen wollen.

Beobachten lohnt sich also. Vielleicht gibt Alexa doch noch einen brauchbaren Dienst ab bei der Beurteilung, wie populär eine Website bei den Usern ist. Schließlich gibt es für kleiner Websites, die nicht IVW– oder Nielsen-Netratings-gezählt sind, sonst keine vernünftige Datenquelle für diesen Zweck.

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